800 Jahre Pillig

800 Jahre Pillig - Sonntag, 2. September 2012

Pillig wird erstmals urkundlich im Jahre 1212 n. Chr. erwähnt.
Die Besiedlung des Raumes ist aber nachweislich sehr viel älter.

Im Jahre 2012 feiert Pillig „800 Jahre Pillig“. Der Festausschuss ist mit den Vorbereitungen bereits beschäftigt.

Vorabinformationen zur 800-Jahr-Feier

Ministerpräsident Kurt Beck hat die Schirmherrschaft für die 800-Jahr-Feier am Sonntag, 2. September 2012, übernommen. Er wird auch zu der Jubiläumsveranstaltung kommen (voraussichtlich in der Zeit von 12.30 Uhr bis 14.00 Uhr).
Landrat Dr. Alexander Saftig und Verbandsbürgermeister Maximillian Mumm haben ebenfalls zugesagt.

Straßensperrungen aus Anlass der 800-Jahr-Feier

Ab Samstag, 1. September 2012, werden Teile des Innendorfes für den Aufbau von Bühnen usw. gesperrt..
Am Sonntag, 2. September 2012, werden folgende Straßen in der Zeit von 6.00 Uhr morgens bis voraussichtlich 20.00 Uhr gesperrt:
. Hauptstraße ab Einmündung Im Mühlborn bis ehemalige Raiffeisenkasse
. Pyrmonter Straße von Einmündung Gartenstraße bis Dorfplatz
. Elztalstraße vom Friedhof - Abzweig nach Sevenich - bis Pyrmonter Straße
Umleitungen werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Die Anwohnerinnen und Anwohner werden noch durch gesonderte Information auf diese Sperrungen hingewiesen und schon jetzt gebeten, für entsprechende Ausweichparkplätze Sorge zu tragen.
Wir bitten um Ihr Verständnis!

Informationen für Aussteller und Hofbetreiber

Aussteller, die nach Pillig kommen und dort ihre Stände aufbauen, müssen pro laufenden Meter Stand 9 EUR entrichten. Die Höchstgebühr beträgt allerdings 40 EUR (auch wenn der Stand länger als 5 Meter sein sollte.
Jeder Hof, der etwas anbietet, entrichtet 50 EUR an die Gemeinde, darin ist dann auch die Schankerlaubnis enthalten (sie beträgt 30 EUR) enthalten.
Sollte in den Höfen Musik angeboten werden, werden noch einmal 25 EUR Gebühr fällig.

Sitzungen der Arbeits- und Vorbereitungsgruppe

Die nächsten Treffen der Arbeits- und Vorbereitungsgruppe für die 800 Jahr-Feier der Ortsgemeinde Pillig finden an folgenden Terminen statt:

Dienstag, 22. Mai 2012, Arbeitsgruppensitzung im Bürgerraum

Donnerstag, 14. Juni 2012, Vorbereitungsgruppentreffen voraussichtlich im Hotel Pastis

Mittwoch, 20. Juni 2012, Bürgerversammlung im Pilliger Hof

Alle Treffen beginnen jeweils um 20.00 Uhr.

Grußwort Ministerpräsident Kurt Beck

Ministerpräsident Kurt Beck

Gerne habe ich die Schirmherrschaft über das 800-jährige Bestehen der Ortsgemeinde Pillig übernommen. Zu diesem herausragenden Jubiläum gratuliere ich dem Ortsbürgermeister, dem Gemeinderat und allen Bürgerinnen und Bürgern des schönen Maifeldortes.

Das Jubiläum ist auch ein Anlass, zurückzublicken. Dabei wird deutlich: Wir feiern zwar die erstmalige urkundliche Erwähnung der Ortsgemeinde im Jahr 1212, aber die Besiedlung des Raumes ist wesentlich älter. Sehen wir auf die Jahrhunderte vor dem Jubiläum zurück, dann stellen wir fest: Bei allen Sorgen und Problemen, die jeder von uns heute hat, wir sind im Jahr 2012 in einer Situation, um die uns unsere Vorfahren beneiden würden. Wahrscheinlich haben die Bürgerinnen und Bürger in Pillig nie freier und besser gelebt als in unserer Zeit. Nun kommt es darauf an, den nachfolgenden Generationen auch die Möglichkeit zu geben, in Wohlstand, in sozialer Gerechtigkeit und in einer intakten Umwelt zu leben.

Als Schirmherr danke ich allen, die sich in der Ortsgemeinde in vielfältiger Weise für das Gemeinwohl und damit für die Dorfgemeinschaft einsetzen. Ich erwähne zum Beispiel das ehrenamtliche Engagement in den über 12 Vereinen und Vereinigungen und den Einsatz für das Jubiläumsfest. Es ist sehr zu begrüßen, dass mit dem Jubiläumsfest das alte Handwerk in Pillig wieder aufersteht.

Mit meinem Dank für den Einsatz verbinde ich die Bitte, besonders an die Jugendlichen in der Ortsgemeinde, auch zukünftig das Gemeinwesen mitzugestalten. Es kommt darauf an, dass wir alle Verantwortung für die Heimat übernehmen und eine Bürgergesellschaft erreichen, in der jeder mehr tut als seine Pflicht. Ich bin sicher, dann werden wir die Herausforderungen unserer Zeit meistern. Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz leistet ihren Beitrag dazu. Wir unterstützen gezielt die ländlichen Räume, damit das Leben auf dem Land auch in Zukunft lebens- und liebenswert bleibt. Zahlreiche Förderprogramme und Initiativen helfen, den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger in den Ortsgemeinden gerecht zu werden.

Keiner von uns weiß, wie das 825. Jubiläum von Pillig gefeiert werden wird. Ich hoffe aber, dass es auch dann noch lohnenswert ist, in der Ortsgemeinde zu wohnen und seine Freizeit zu verbringen. Pillig und allen seinen Bürgerinnen und Bürgern wünsche ich eine gute Zukunft in Frieden und Freiheit.

Kurt Beck
Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz

 

Grußwort Landrat Dr. Alexander Saftig

Landrat Dr. Alexander Saftig

Ich freue mich, dass die Pilliger Bürger, gemeinsam mit ihren Gästen, das 800-jährige Bestehen ihrer Gemeinde feiern. Die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte trägt dazu bei, das Gemeinschaftsgefühl zu fördern und die Verbundenheit der Menschen mit ihrer Heimat zu stärken. Heimat bedeutet auch eine gewisse Geborgenheit, die gerade in einer Zeit, die von großer Mobilität geprägt ist, immer wichtiger wird.

Das 800-jährige Jubiläum gibt allen die Gelegenheit, in die Vergangenheit zu blicken, um die eigene Geschichte des Ortes und der Region zu verstehen.
„Der Schlüssel der Geschichte ist nicht in der Geschichte, er ist im Menschen.“
So hat es einmal der französischer Philosoph Jouffroy formuliert und er hatte Recht: Schließlich waren es die Menschen hier vor Ort, die in acht Jahrhunderten Pillig zu dem machten, was es heute ist. Und es sind wiederum die Pilliger von heute, die jetzt die Gegenwart und Zukunft mit gestalten. Die Basis unserer Gesellschaft ist das funktionierende soziale Leben in der Gemeinde. Hier funktioniert das: In Pillig engagieren sind viele Menschen in verschiedenen Vereinen und beteiligen sich so quer durch alle Altersgruppen aktiv am Gemeindeleben. So wurden auch die Feierlichkeiten zu diesem Jubiläum durch das ganze Dorf vorbereitet.

Im Namen des Landkreises Mayen-Koblenz wünsche ich Ihnen viel Freude bei den Jubiläumsfeierlichkeiten und interessante Begegnungen im Kreise netter Menschen.

Ihr

Dr. Alexander Saftig
Landrat des Landkreises Mayen-Koblenz

 

Grußwort Verbandsbürgermeister Maximilian Mumm

Verbandsbürgermeister Maximillian Mumm

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Pilligerinnen und Pilliger,

größer könnte der Kontrast kaum sein: 1212, als die Maifeldgemeinde Pillig unter dem Namen Pilliacum erstmals urkundlich erwähnt wird, herrscht tiefstes Mittelalter. Das Rittertum und das Römische Deutsche Kaiserreich erleben ihre Blütezeit. Es ist die Zeit des Lehnswesens und des Minnegesangs, der Kreuzzüge und der großen Hungersnöte.
2012 – Pillig wird 800 Jahre alt. Das Dorf ist alt an Jahren, durch den Zuzug von Neubürgern aber jung geblieben. Eine lebendige Gemeinschaft mit einem guten Angebot für die Bürgerinnen und Bürger. Die Jüngsten besuchen den dorfeigenen Kindergarten, toben auf dem Sport- oder dem Spielplatz. Später treffen sie sich in den Jugendräumen, im Bürgerraum oder im Pfarrheim, organisieren sich in den örtlichen Vereinen wie Feuerwehr, Möhnen, Spielmannszug oder Alte Herren und feiern gemeinsame Feste.
Jüngstes und schönstes Beispiel ist die 800-Jahr-Feier. Liebe Pilliger Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich gratuliere Ihnen ganz herzlich! Nicht nur zum Geburtstag, sondern auch zu dem Programm, das Sie und ihr Organisationsteam auf die Beine gestellt haben und das sich mehr als sehen lassen kann. So dürfen wir uns unter dem Motto „Pilliger Birrkrautskrämer lassen alte Handwerke wieder auferstehen“ auf ein rundum gelungenes Fest freuen, in dessen Mittelpunkt die Handwerkskunst unserer Vorfahren und das gute alte Birrkraut steht, dem die Pilliger ihren Spitznamen Birrkrautskrämer verdanken.
Kennen Sie ihn noch, diesen süßen, aus der Zuckerrübe gewonnenen Sirup, das Nutella unserer Kindheit. Dunkel, klebrig, mit einem leicht malzigen Geschmack und einem hohen Eisengehalt, war der Brotaufstrich früher manchmal die einzige süße Leckerei und sicher gesünder als die heute so beliebte Nussnougatcreme. Ich freue mich schon auf das Pilliger Birrkraut, das extra fürs Fest gekocht wird.
Ich freue mich auch auf ein garantiert gelungenes Fest und wünsche Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, für ihr Jubiläumsjahr und für die Zukunft alles Gute. Lassen Sie uns gemeinsam feiern!

Maximilian Mumm
Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld

 

Grußwort Pastor Guido Lacher

Pfarrer Guido Lacher

800 Jahre Ortsgeschichte sind auch 800 Jahre Kirchengeschichte, begründet sich doch das Jubiläum nach einer urkundlichen Erwähnung der Pilliger Kirche aus dem Jahr 1212. Für mich ist das ein Hinweis, dass Zivilgemeinde und Kirchengemeinde seit Jahrhunderten miteinander verflochten gelebt haben. Das Kirchengebäude, dessen Turm die Brücke bis ins 14.Jahrhundert schlägt, ist bis heute das älteste Bauwerk des Ortes und Zeuge der langen Tradition. Glücklicherweise haben Pilliger Bürgerinnen und Bürger an ihren Traditionen nicht starr geklebt, sondern ihren Teil der Historie mit der Sprache ihres je eigenen Zeitabschnittes lebendig gestaltet. Das lese ich aus den Kunstwerken in der Kirche, die aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen bis in unsere Zeit stammen. Die Pilliger Kirche - ich nenne sie „Schmuckkästchen“ - hat sich so zu einem Kleinod entwickelt, das seinesgleichen sucht.

Pillig kann stolz sein auf seine lange Tradition und seine schöne Kirche. Ich finde es angemessen, das 800 jährige Jubiläum ausgiebig zu feiern. Allen Bürgerinnen und Bürgern von Pillig, aber auch allen Gästen, die zum Jubiläum kommen, wünsche ich gesellige Stunden, frohe Begegnungen und vor allem Gottes gnädigen Segen.

Guido J. Lacher
Leitender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Maifeld

 

Grußwort des Ortsbürgermeisters

Ortsbürgermeister Tilman Boehlkau

zur 800-Jahr-Feier

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Gäste aus nah und fern,
am Sonntag, 2. September 2012, steht Pillig ganz im Zeichen der 800-Jahr-Feier:
Am 18. Juli 1212 wird Pillig erstmals urkundlich erwähnt – in einem „Schiedsspruch zwischen dem Archidiakon von Karden und dem Probst des Stifts Münstermaifeld wegen der Visitations- und sonstigen Archidiakonatsgebühren von den dem Stifte gehörigen Kirchen zu Nachtsheim, Polch, Pillig, und Beulich“.
Grund genug, um diesen Tag feierlich, fröhlich und in guter Gesellschaft zu verbringen.
Wir wollen den Tag mit einem Handwerker- und Bauernmarkt feiern. Herr Ministerpräsident Kurt Beck hat die Schirmherrschaft übernommen und wird voraussichtlich in der Zeit von 12.30 Uhr bis 14.00 Uhr unseren Festtag besuchen – darüber freuen wir uns sehr!
Mit mehreren tausend Besuchern können wir wohl rechnen, denn es ist uns gelungen – zusammen mit der Fa. Schmahl - die „Stihl Timbersports Series“ nach Pillig zu holen.
Unser Handwerker- und Bauernmarkt soll mehr als eine Ansammlung von Verkaufsständen, die regionale Erzeugnisse anbieten, sein. Das ganze Dorf ist mit einbezogen und macht sich fein für die Gäste. Auch in den Höfen gibt es viel zu sehen und die Besitzerinnen und Besitzer bieten köstlich Kulinarisches.
Zum Fest am Sonntag, 2. September 2012, von 10.00 Uhr – 18.00 Uhr, wird Pillig fast zu einem erlebnisreichen Freilichtmuseum, denn fantasievolles und hochwertiges Kunsthandwerk, deftige Leckereien und die lukullischen Verwöhnprogramme von Gastronomiebetrieben und Metzgereien sorgen für einen Genuss aller Sinne.
Viele kennen unseren schönen Maifeldort, doch die Schönheit der Landschaft wird oftmals erst auf den zweiten Blick erkannt:
Pillig liegt in unmittelbarer Nachbarschaft der Burgen Pyrmont und Eltz, am wunderschönen Elzer Wasserfall, der Pyrmonter Mühle, der Löffelmühle und den Drei Kreuzen. Von Pillig bzw. der Pyrmonter Mühle oder den Drei Kreuzen lässt sich der erlebnisreiche Premiumwanderweg „Pyrmonter Felsensteig“ erwandern.
Wir sind stolz auf unser Heimatdorf, das sich in den acht Jahrhunderten prächtig entwickelt hat und Gott sei Dank nie groß von Krieg und Zerstörung oder der Geißel des Mittelalter – der Pest – betroffen gewesen ist. Zeugnisse aus der Vergangenheit sind z. B. unsere schmucke Pfarrkirche St. Firminus, die Drei Kreuze Richtung Roes, der Probsteihof in der Pyrmonter Straße, der Domkapitelhof in der Elztalstraße, die Löffelmühle, die Schweizer Mühle und die Saurs Mühle im Elztal, sowie weitere interessante Gebäude, die alle mit einem roten Hinweisschild gekennzeichnet sind.
Die schöne Landschaft und das heimische Kunsthandwerk möchten wir mit der Veranstaltung der heimischen Bevölkerung und den Gästen näher bringen. Dabei ist es uns besonders wichtig, ein Angebot für Groß und Klein zu präsentieren.
Die Vorbereitungsgruppe, der mein besonderer Dank gebührt, hat in vielen Sitzungen seit 2010 diesen Jubiläumstag geplant und keine Arbeit gescheut, den Besucherinnen und Besuchern ein attraktives Programm zu bieten, das hoffentlich von vielen Gästen genutzt wird.
Ich freue mich auf vielfältige Begegnungen und Gespräche und wünsche den Gästen einen wunderschönen Tag in unserem kleinen Dorf am Rande des Maifeldes und der Elz.
Ihr
Tilman Boehlkau
Ortsbürgermeister