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Die Römervilla

Neuigkeiten, Mi 18.11.2009
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Die Römervilla (Villa Rustica) von Pillig

Vom 1.-4. Jahrhundert n. Chr. war der ländliche Siedlungsraum in den fruchtbaren Gegenden von Eifel, Maifeld und Pellenz durch zahlreiche, aber einzeln gelegene Gutshöfe geprägt, die so genannten villae rusticae. Ihre Besitzer waren zu Wohlstand gekommene Einheimische, romanisierte Kelten, die mit ihren landwirtschaftlichen Produkten die Städte und das römische Militär am Rhein und in den grenznahen Kastellen am Limes versorgten.
Der Gutshof von Pillig lag etwa 0,8 km östlich des heutigen Ortskernes an der Kreisstraße K35 von Pillig nach Münstermaifeld an einem Hang, der leicht nach Südosten zu einem kleinen Bachtal hin abfällt. Die Überreste seiner Mauern befinden sich heute im Ackerland und wurden durch die Luftbildarchäologie entdeckt. Die Hofanlage war rechteckig von einer Mauer von ungefähr 275m x 165m umgeben. Am oberen Hang befand sich die Portikusvilla mit einem Säulengang an der Frontseite zwischen zwei vorspringenden Bauten an den Ecken. Die verschiedenen Wohn- und Schlafräume waren um einen offenen Innenhof herum angeordnet und wahrscheinlich teilweise mit einer Hypokaustenheizung ausgestattet. Hangabwärts lagen die Ställe, Werkstätten, Scheunen und Geräteschuppen. In der Mitte an der Westmauer stand vermutlich das Badehaus, dem über eine Wasserleitung das Wasser von einer nahe gelegenen Quelle zugeführt wurde.
Das Besondere der villa rustica von Pillig ist ihr vollständig erhaltener Grundriss. Seit 1984 ist sie als Grabungsschutzgebiet ausgewiesen.

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