Kath. Kirchengemeinde

Im Jahre 1772 nahm man in Pillig den Neubau der Pfarrkirche in Angriff. Als im Frühjahr 1772 mit dem Abbruch eines Teils der alten Kirche (der Turm blieb bis heute erhalten) begonnen werden sollte, mußte für die Abhaltung der Gottesdienste ein Ersatzraum beschafft werden. Pfarrer Luxem suchte darher bei seiner vorgesetzten Behörde um die Erlaubnis nach, die Gemeindebackstube als Notkirche benutzen zu dürfen "welche ziemlich weißfärbig (und) da sie geräumet füglich über 120 Menschen faßen kann". Die Erlaubnis wird am 15. Juni 1772 erteilt. Einer der Altäre aus der alten Kirche wird daraufhin in der Gemeindebackstube aufgebaut.

Anscheinend war man in der Bistumsverwaltung nicht allgemein von der Notwendigkeit eines Kirchenneubaus in Pillig überzeugt. Auf die Klage eines Domhernn von Hagen, der der Ansicht war, man habe die alte Kirche reparieren können, antwortete Pfarrer Luxem mit einem "Bericht an seyn Churfürstliche Durchlaucht. Nach eingekommener Klag von seythen des Hochw. Domm Herren von Hagen wie daß nemblich die Kirch des Neubauens nicht bedürftig gewesen. Die alte hätte können repariert werden, wie anderens auch. Die neue Kirch zu groß und diese Klag erst geschah, da das Mauerwerk bald errichtet wurde zur neuen Krich." In diesem Bericht egte Pfarrer Luxem alle Mängel der alten Kirche.

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