Unser Pillig - Die Geschichte
Pillig, am Rande des Maifeldes, an der Elz bzw. dem Elzer Wasserfall in unmittelbarer Nachbarschaft zur Burg Pyrmont gelegen, ist anerkannte Dorferneuerungsgemeinde, was unschwer am äußeren Erscheinungsbild zu sehen ist. Neben einem gut gestalteten Dorfmittelpunkt (Dorfplatz), auf dem Hinweistafeln und Schaubilder die Geschichte verdeutlichen, sind schmucke alte Häuser zu sehen, die St.-Firminus-Kirche grüßt schon von weitem die Besucherinnen und Besucher und auch die Ortsdurchfahrt lässt sich sehen.
Pillig wird erstmals urkundlich im Jahre 1212 n. Chr. erwähnt.
Die Besiedlung des Raumes ist aber nachweislich sehr viel älter. Davon zeugt die „villa rustica“, östlich von Pillig in Richtung Münstermaifeld/Sevenich gelegen, die allerdings leider nur in Luftbildaufnahmen zu sehen ist (Schautafel auf dem Dorfplatz).
Dass Pillig schon länger existieren muss als die erste urkundliche Erwähnung, zeigen die nachgewiesenen Dorfnamenbezeichnungen:
8. bis 11. Jhd. n. Chr. Pilliacum
1051 n. Chr. Pulecho
1103 n. Chr. Poleka
1212 n. Chr. Poliche
1300 n. Chr. Puliche
1323 n. Chr. Pulich
1307/1354 n. Chr. Puilich
1512 n. Chr. Pullich
1614 n. Chr. Pueligh
1616 n. Chr. Puelich
1626 n. Chr. Peulich
1770 n. Chr. Püllich’
1773 n. Chr. Pillich
ab 1773 n. Chr. Pillig
„Alle diese Namen sind uralt und auf keltisches Wortgut zurückzuführen und bei allen haben Gewässerwörter Pate gestanden,“ schreibt Kurt Becker in den „Heimat zwischen Hunsrück und Eifel“, Beilage der Rhein-Zeitung vom April 1992.

Historisch weist Pillig besondere Gebäude auf:
Probsteihof – entstanden um ca. 1750, heute im Besitz der Familie Probstfeld
Domkapitelhof – entstanden um 1600, heute im Besitz der Familie Frießem sowie Ravengiersburger Hof, entstanden um 1480, der heute nicht mehr existiert (heutiges Raiffeisengelände)
Löffelmühle - entstanden um 1450 im schönen Elztal, heute im Besitz der Familie May
St.-Firminus-Pfarrkirche, Neubau aus dem Jahre 1772, eingeweiht 1776 (erhalten vom Vorgängerbau sind noch der alte Taufstein von 1603, sowie die Glocken von 1559 und 1564,
Drei Kreuze - an der Straße nach Roes Richtung Burg Pyrmont, entstanden 1652 und
die
Alte Schule in der Hauptstraße in Pillig aus dem Jahr 1910 (zurzeit wird diese in einen Bürger- und Jugendraum im 1. Stock umgebaut, im Erdgeschoss befindet sich die Kindertagesstätte „Löwenzahn“ mit einem Anbau aus 1998).
Um 1956 – 1961 wurde in der Pilliger Heck durch einen Heimatvertriebenen aus dem Banat auf seinem Acker der karolinger Schatz gefunden. - Insgesamt ca. 1.790 Münzen. Ein Großteil davon ist im Landesmuseum in Trier ausgestellt.

